Meditation in der Gabrielkirche

Meditation

Herzliche Einladung zu unseren nächsten Meditationen in der Gabrielkirche Ismaning:

Freitag, den 26.05.2017,

Freitag, den 23.06.2017

Freitag, den 28.07.2017,

jeweils um 19.30 Uhr.
Schauen Sie einfach mal vorbei! Kontakt: Josephine Kaiser (Telefon 96 36 04) 

 

Bauberger Abend

 

Das Foto zeigt die Meditationsgruppe Ismaning beim Vortragsabend am 28.10.2014 anlässlich ihres 20jährigen Bestehens:
in der Mitte der Referent Professor Stefan Bauberger SJ, am rechten Rand die Musiker Lilli Jordan (Sopran) und Silvan Kaiser (Saxophon)

"Meditation führt die Menschen zusammen"  

Mehr als 60 Gäste waren der Einladung zum Vortragsabend "Meditation-viele Wege-ein gemeinsames Ziel?" in die Gabrielkirche in Ismaning am Dienstag, 28.10.2014 gefolgt, wo die Meditationsgruppe Ismaning ihr 20jähriges Bestehen feierte.
"Meditation führt die Menschen zusammen", so fasste der Referent, Professor Stefan Bauberger SJ, den Eindruck zusammen, als Menschen von nah und fern, mit verschiedenen Interessen und Antrieben hereinströmten und sich herzlich begrüßten. Doch, um Missverständnissen gleich vorzubeugen, mahnte er, dass Meditaiton kein Weichspülgang eines harmonistischen Umgangs sei, sondern immer in die Wirklichkeit führen müsse, wie sie ist, und daher manchmal auch Aggression als positive Kraft nötig sein könne.

Der Referent, der sich sowohl dem Christentum als auch dem Buddhismus zugehörig weiß, zeigte anschaulich die Unterschiede der beiden entsprechenden Meditationswege der Kontemplation und des Zen auf. Für Meditierende ist es interessant, dass viele Elemente des heute üblichen "Sitzens" ursprünglich dem Zen entlehnt sind. Das Ziel der Meditation, die "Einheit", die eine göttliche Wirklichkeit, ist allen Religionen gemeinsam, die Wege dorthin sind verschieden. Doch auch die Versuche des Menschen, das erreichte Ziel dieser Einheit zu beschreiben, sind verschieden, weil Menschen ihre je eigene Sprache haben. Daher bleibe die "Einheit" für die Menschen immer das nicht aussagbare Geheimnis.

Ein Leben in beiden Religionen, wie es der Referent anstrebt, führe zu Spannungen, aber auch zu Bereicherungen. Die Früchte eines solchen spirituellen Lebens waren ihm anzumerken: In seiner humorvollen und menschenzugewandten Freundlichkeit ermunterte er zu einer angstfreien Begegnung mit dem Fremden, auch dem Unbekannten im eigenen Inneren, denn in der Meditation gehe jeder seinen persönlichen Weg, der auch zum Bruch mit gewohnten Glaubensvorstellungen führen könne. Dieser Schritt sei aber oft nötig, um tiefer, freier und authentischer zu sein und gerade deshalb Menschen mit unterschiedlichen Glaubensrichtungen (man möchte ergänzen: auch mt unterschiedlichen christlichen Konfessionen) begegnen zu können.
Der Vortrag wurde, dem Thema entsprechend, musikalisch umrahmt durch die Sopranistin Lilli Jordan, die in einem feinen und reinen Gesang Liedkompositionen von Hildegard von Bingen vortrug, sowie von Silvan Kaiser, der bei Stücken des zeitgenössischen Münchener Komponisten Markus Zahnhausen dem Tenorsaxophon ungewohnte Töne entlockte.

Einen schönen Ausklang fand der Abend mit einem kleinen Empfang im Gemeindezentrum, bei dem sich die Gäste in ungezwungener und fröhlicher Weise begegneten: "Meditation führt die Menschen zusammen."
Josephine Kaiser